Als Mitglied in der Roten Hilfe besteht die Möglichkeit zur Mitarbeit in der jeweiligen Aktivengruppe vor Ort.  Hierzu gehört bei uns die Teilnahme an den vierzehntäglichen Treffen, die Beratung in/bei Unterstützungsfällen, und ggf. das Begleiten von Demos/Verfahren, die Durchführung von Veranstaltungen und die Bearbeitung inhaltlicher Themen.

Darüber hinaus besteht natürlich auch die Möglichkeit Dich "nur" im Umfeld der Aktivengruppe zu bewegen und punktuell Deine Unterstützung anzubieten. Bspw. bei der Durchführung von Veranstaltungen (Theke, Kochen, Aufräumen, Büchertisch etc.) oder Bewerbung von Veranstaltungen und Aktionen und dem Verteilen von Plakaten, Flugblättern usw.

Die aktuelle Aktivengruppe besteht in  der jetzigen Form seit März 2019, ein kleines Selbstverständnis findest du weiter unten. 

Ansonsten ist die jährliche Ortsmitgliederversammlung (OMV) auch eine super Gelegenheit die Aktivengruppe und die Arbeit vor Ort etwas unverbindlicher kennenzulernen und Dich über die vergangene und kommende Arbeit und Deine Möglichkeit zur Mitwirkung zu informieren. Zur OMV wirst  Du als Mitglied der Roten Hilfe eine Einladung auf dem Postweg mit Ort und Zeit erhalten.

Für weitere Fragen an uns schreibt uns gern. Wenn möglich verschlüsselt, hier findet ihr unseren PGP Key.  

 

Selbstverständnis der Aktivengruppe der RH OG Köln-Leverkusen 

In unserer jetzigen Form gibt es uns seit März 2019 und auch wenn wir seit dem schon einiges geschafft haben, befinden wir uns in einem laufenden Findungs- und Reflexionsprozess. Neben der offenen Sprechstunde, die wir jeden 1. und 3. Montag im Monat von 19-20 Uhr in der LC anbieten, der Bearbeitung von Anfragen zu finanzieller aber auch prozessbegleitender Unterstützung und anderer „Hauptaufgaben“ die für eine Rote Hilfe Ortsgruppe anfallen, haben wir uns in den vergangenen Monaten vor allem der Gruppenfindung und unserem Selbstverständnis gewidmet.

Fragen dazu wie wir uns verstehen und wie wir arbeiten wollen, aber auch unsere Arbeitsschwerpunkte spielen da eine große Rolle – und wie so oft auch, wie sich dies mit unseren begrenzten Kapazitäten vereinbaren lässt. Ganz klar sind wir primär eine Anti-Repressions-Struktur, deren Arbeitsschwerpunkte darin liegen Menschen, die im linken Spektrum aktiv sind, und sich darum mit staatlicher Repression konfrontiert sehen, zu unterstützen. Dabei versuchen wir euch jederzeit bestmöglich zur Seite zu stehen und auf den jeweiligen Einzelfall umfassend einzugehen. Gemeinsam mit euch wollen wir einen Umgang auch mit rechtlichen Fragen finden, sind aber keine Anwält*innen mit umfassenden juristischen Kenntnissen. Auch sind wir keine EA-Struktur oder können als Gruppe Gesa-Supporte stemmen.

Genauso haben wir aber Bock inhaltlich zu arbeiten, mit euch zusammen Veranstaltungen, Vorträge, Kneipenabende und anderes zu organisieren. Durch unsere Gruppengröße und den damit einhergehenden Kapazitätsgrenzen brauchen wir dafür etwas Vorlauf, freuen uns aber immer sehr darüber Gemeinsames mit euch zu planen und anzugehen. Wir wollen unsere Rote Hilfe Arbeit mit lokalen Themen und Geschehnissen verbinden, und im Rahmen unserer Möglichkeiten mit anderen Gruppen in Köln im Gespräch bleiben. Anders gesagt, wir als Ortsgruppe wollen für euch ansprechbar sein!

Als Ortsgruppe der Roten Hilfe verstehen auch wir uns als strömungsübergreifend und haben an uns selbst den Anspruch innerlinke Konflikte auszuhalten, sowie die eigenen persönlichen Meinungen hinten anzustellen. Den Austausch darüber, was dies für unsere konkrete Arbeit bedeutet, begreifen wir als einen Prozess, welcher für uns stets auch die Auseinandersetzung mit eigenen Positionen beinhaltet. Wir wollen uns in unserer Arbeit klar von Sexismus, Antisemitismus, Rassismus sowie anderem diskriminierendem Verhalten und/oder Handlungen abgrenzen. Dabei befinden wir uns in Diskussionen, in welchen es keine absoluten Antworten gibt und es immer wieder schwierig ist, sowohl der persönlichen Position, als auch der Frage, was eine strömungsübergreifende Position beinhaltet, gerecht zu werden. Die Auseinandersetzung und das Aushalten dieser Spannungen ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit - er ist nicht immer einfach, dennoch schätzen wir ihn und sind solidarisch miteinander.

Ausdrücklich wollen wir uns vor allem einer feministischen Perspektive der Roten Hilfe annehmen. Wir fänden es schön, feste FLINT*-Beratungen (Beratungen für Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und trans Personen sowie Menschen die sich nicht innerhalb dieser Geschlechteridentitäten verorten) anbieten zu können, die Gruppe durch FLINT*'s zu stärken und uns dabei stetig zu überlegen wie sich dies umsetzen lässt und wie wir einen Raum und eine Atmosphäre schaffen können, in der Hierarchien gar nicht erst entstehen, sich alle Menschen wohl fühlen und wir mehr Kapazitäten, speziell auch für queerfeministische Punkte, schaffen können.

Letztlich bleibt uns nur zu sagen, dass die Rote Hilfe von ihren Mitgliedern lebt und wir natürlich auch auf eure Unterstützung angewiesen sind. Solltet ihr also noch nicht Teil der Roten Hilfe sein, dann denkt doch gerne darüber nach. Egal ob „nur“ in Form einer Mitgliedschaft oder auch aktiv in unserer Gruppe – über neue Gesichter und neue Ideen freuen wir uns immer!

Unsere offene Sprechstunde ist immer ein Anlaufpunkt für euch! Ihr könnt uns aber natürlich auch über Email erreichen (PGP Key).
Auch über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit freuen wir uns immer. Hier findet ihr eine Liste mit aktuellen Solikonten.

Solidarische Grüße und viel Erfolg für anstehende Projekte,

eure Rote Hilfe Ortsgruppe Köln-Leverkusen