Am 03. Dezember startet eine weitere Repressionswelle gegen Linke Bewegungen im Zuge der G20 Rondenbarg Prozesse.

Vor dreieinhalb Jahren wurde ein legitimer, spontaner Protestzug von Bull*innen in Hamburg grundlos und brutal zusammengeprügelt. Neben schweren Verletzungen, wie offene Knochenbrüche wurden 59 Menschen vor Ort direkt festgenommen - 14 von ihnen über Wochen und Monate in U-Haft gesteckt.

Nach einer krassen Kriminalisierung des Protests im Nachgang, inklusive Hausdurchsuchungen und Öffentlichkeitsfahndung, sind nun über 80 Menschen in Gruppenprozessen des gemeinschaftlichen schweren Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands und des tätlichen Angriffs auf Bull*innen, der Sachbeschädigung und der Bildung bewaffneter Gruppen angeklagt.

Dass Bull*innen und Staat alles daran gesetzt haben die Spontandemonstration zu kriminalisieren lässt sich auch daran sehen, dass sie den Angeklagten keine einzelnen Straftaten vorwirft, sondern getreu dem Motto "mitgefangen - mitbegangen" die reine Anwesenheit als Grund genug ansieht, die Menschen kollektiv für Straftaten verantwortlich zu machen. Dies ist zum einen völlig absurd, zum anderen hätte eine Verurteilung, welche dieser Begründung folgt, weitreichende Konsequenzen für zukünftige Demonstrationen. Menschen könnten allein auf Grund ihrer Anwesenheit bei Protesten für Handlungen Anderer verantwortlich gemacht werden. 


Wir lassen uns davon nicht einschüchtern. Um die Betroffenen der Verfahren zu unterstützen, rufen wir daher zu vielfältigen Soliaktionen am Tag-X, dem 28.11.2020, auf!

Kommt am 28.11., um 15:00 Uhr nach Köln auf den Heumarkt zur Kundgebung*. 

*organisiert von den Gruppen: Aktion Brühl - Antifa AK Köln - Antifa Köln Sülz - Interventionistische Linke Köln - Kollektiv Edelweiß - 


Auch wenn die ersten Prozesse nach dem Jugendstrafrecht und damit unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden, werden wir laut und kreativ sein und unseren Unmut über die völlig unverhältnismäßigen Verfahren kundtun! Auf die Anklagebank gehören die Bull*innen, sowie die politisch Verantwortlichen, die den legitimen Protest (politisch gedeckt) verfolgt und mit brutaler Gewalt unterdrückt haben!

Macht Aktionen, zeigt eure Solidarität und dokumentiert sie wenn ihr könnt unter https://gemeinschaftlich.noblogs.org.
Dort, wie auch unter https://rondenbarg-prozess.rote-hilfe.de, findet ihr weitere Infos und Unterstützungsmöglichkeiten.

Angeklagt sind einige, gemeint sind wir alle! Feuer und Flamme der Repression!

Falls ihr ein wenig Geld übrig habt, freuen sich Unterstützungsstrukturen und Betroffene über Spenden an:

Rote Hilfe e.V. - IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39 - BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen - Stichwort: G20