»Schafft Rote Hilfe!«, »Helft!«, »Solidarität organisieren!«: Slogans wie auch Logos änderten sich in der über hundertjährigen Geschichte der Roten Hilfe. Unverändert blieb die Praxis der Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten gegenüber staatlicher Repression– finanziell, juristisch und durch Öffentlichkeitsarbeit. 1986 ging aus mehreren Vorläuferorganisationen die heutige strömungsübergreifende Rote Hilfe e.V. hervor, die seither neue Themensetzungen wie auch strukturelle Veränderungen durchlebte – und sich in einem zunehmend rauen Klima behauptet. Zuletzt war sie mit der Kündigung ihrer Konten durch GLS-Bank und Sparkasse konfrontiert.
Silke Makowski ist im Vorstand des Hans-Litten-Archivs, das sich der Geschichte von Solidaritätsorganisationen widmet. Die freie Journalistin ist Verfasserin einer Broschüre zur Roten Hilfe in der Illegalität ab 1933 sowie weiterer Publikationen.
